Strategien für Blackjack

Taktik im Blackjack notwendig?

Wie die meisten Kartenspiele ist auch Blackjack ein Wahrscheinlichkeitsspiel. Ja, die „Wahrscheinlichkeit“ ist eine Sparte der Mathematik. Das bedeutet aber nicht, dass du seitenweise Rechnungen aufstellen musst, um richtig Blackjack spielen zu können. In den verschiedenen Blackjack-Strategien wird Mathe nur dazu verwendet, um die besten Optionen für den Spieler in bestimmten Spielszenarios zu kalkulieren.

Und wer will nicht wissen, wie hoch die Gewinnchancen in einer bestimmten Situation sind?

Auch wenn es nur eine ganz einfache Taktik ist – es hilft auf jeden Fall zu wissen wie man seine Gewinnchancen maximieren kann. Egal, ob bei hohen oder niedrigen Einsätzen: Eine gute Strategie kann alles ändern.

Blackjack-Spielregeln

Okay. Bevor wir über Strategien sprechen, sollten wir uns eine Übersicht über das Spiel verschaffen.

Das Ziel von Blackjack ist es, 21 Punkte auf der Hand zu haben und gleichzeitig die Hand des Croupiers zu übertreffen. Besonders wichtig ist es, nie über die 21 herauszukommen. Das wäre nämlich eine garantierte Niederlage.

Zu Beginn eines jeden Spiels teilt der Croupier zwei Karten pro Spieler und für sich selbst aus. Deine „Hand“ besteht aus den Karten, die du vom Croupier erhältst. Je nachdem, was für eine Punktzahl du auf der Hand hältst, kannst du dich dann entscheiden, ob du dir eine weitere Karte geben lässt (“hit”), um näher an die 21 zu kommen, oder nicht.

Falls du dir eine dritte Karte geben lässt und du über 21 Punkte kommst, hast du verloren und der Croupier -beziehungsweise die Bank- logischerweise gewonnen. Wenn deine Hand unter der 21 bleibt und der Croupier eine geringere Punktezahl auf seiner Hand hat, hast du gewonnen.

Das sind also die Grundregeln von Blackjack. Es gibt natürlich noch viel mehr über das Spiel herauszufinden, aber diese Regeln ermöglichen dir zumindest einen schnellen Spieleinstieg.

Eine Grundstrategie im Blackjack

Die Grundstrategie besteht aus einer bestimmten Anzahl an Regeln, die dir die mathematisch besten Spielzüge für bestimmte Situationen vorschlagen. Es gibt insgesamt vier unterschiedliche Grundtaktiken im Blackjack:

  • die Surrender- oder Aufgabe-Strategie,
  • die Splitting- oder Teilungsstrategie,
  • die „hit“ und „stand“ Strategie sowie
  • die Verdopplungs- oder Double down-Strategie.

Die Surrender-Strategie beim Blackjack

„Aufgeben“ wollen die wenigsten. Deswegen wird “surrender” eher selten als Spieltaktik genutzt. Aufgeben kann aber unter Umständen die einzig gute Lösung sein.

Und so funktioniert’s:

Der erste Spielzug ist gemacht. Du hältst zwei Karten auf deiner Hand und bist nicht glücklich mit dem, was du siehst. Deine Gewinnchancen scheinen sehr gering. Also entscheidest du dich, aus dem Spiel auszusteigen. Du gibst auf (surrenderst) und die Hälfte deines Einsatzes wird dir zurückerstattet.

Und das war’s auch schon. Du bist die schlechte Hand los und kannst die gerettete Hälfte deines Einsatzes für ein weiteres Spiel nutzen, das du vielleicht sogar gewinnst.

Wenn du sowieso nicht denkst, dass du mit deiner Hand gewinnst, kannst du wenigstens deinen Verlust halbieren.

Jetzt wo du mit der Strategie einigermaßen vertraut bist, können wir ins Detail gehen. Es gibt zwei unterschiedliche Surrender-Taktiken: Eine Early Surrender (frühe Aufgabe) und eine Late Surrender (späte Aufgabe) Strategie. Bei einer Late Surrender bekommt der Croupier die Chance seine eigene Hand einzusehen. Der Croupier darf das normal nur machen, wenn die erste aufgedeckte Karte ein Ass oder eine Zehn ist. Dann kann es nämlich sein, dass er ein Blackjack (eine Hand mit 21 Punkten) hat. Falls der Croupier ein Blackjack hat, ist eine Aufgabe nicht mehr möglich und du hast verloren - es sei denn du hast ebenfalls ein Blackjack. Dann würdest du aber sicherlich nicht aufgeben wollen. Early Surrender gibt es nur in europäischen oder asiatischen Blackjack-Varianten. Hierbei darf man aufgeben noch bevor der Croupier seine Hand eingesehen hat.

Und wann genau sollte man aufgeben? Für genauere Infos schaue dir unsere Tabelle an.

Pair Splitting Strategie beim Blackjack

Viele haben schon vom Splitten oder Aufteilen gehört und machen davon übermäßig Gebrauch. Umso wichtiger ist es für dich zu wissen, in welcher Situation es Sinn macht, diese Taktik einzusetzen.

Wenn du am Anfang des Spiels zwei Karten mit demselben Wert ausgeteilt bekommst, kannst du dich entscheiden, ob du deine Hand splitten möchtest oder nicht. Dadurch hast du nicht eine, sondern zwei voneinander getrennte Hände mit denen du spielen und auf die du setzen kannst.

Nehmen wir an dir werden anfangs zwei Sechsen zugespielt. Diese ergeben eine einzelne Hand mit insgesamt 12 Punkten. Wenn du dich jetzt entscheidest, die Hand zu splitten, hast du also zwei Hände mit jeweils 6 Punkten und damit zwei Chancen, den Croupier zu schlagen. Beachte, dass du, sobald du zwei Hände hast, auch auf beide Hände setzen musst. Das heißt, dass du, wenn du 10€ auf die ursprüngliche Hand gesetzt hast, auch 10€ auf die zweite Hand setzen musst.

Wenn du wissen willst, wann es sich lohnt zu splitten, ziehe die Tabelle oben zu Rate.

 

Was bedeutet “Doubling Down” im Blackjack?

Du hast einige gute Karten auf der Hand und bist optimistisch, dass du gewinnen könntest? Doubling Down (Verdoppelung des Wetteinsatzes) kann dir einen höheren Gewinn am Ende des Spiels einbringen.

Du kannst deinen Wetteinsatz verdoppeln, nachdem du deine ersten beiden Karten erhalten hast. Das bedeutet, dass du deinen ursprünglichen Einsatz verdoppelst. Achtung: nach der Verdoppelung darfst du dir nur noch eine weitere Karte geben lassen.

Bei den meisten Casinos darf man immer verdoppeln- egal welche zwei Karten man erhalten hat. Andere Casinos erlauben Verdoppelungen nur unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel nur bei einer Hard 10 oder 11 („hard“ bedeutet, dass eine konkrete Punktzahl vorhanden ist, also keine Asse Teil der Hand sind).

Bei der Entscheidung ob du verdoppelst oder nicht sollten zwei Faktoren eine wichtige Rolle spielen: 1) die Summe deiner Karten 2) die aufgedeckte Karte des Croupiers.

Generell eignen sich Hard 8, Hard 9 und Hard 11 sowie Soft 13-18 Hände dazu verdoppelt zu werden.

Um eine noch bessere Übersicht über diese Strategie zu bekommen, solltest du unsere Tabelle zu Rate ziehen. Sie wird dir sagen, ob es mathematisch vorteilhaft für dich wäre zu verdoppeln oder nicht.

 

"Hit and Stand Strategie“ im Blackjack

‘Hit’ and ‘stand’ are the two moves that people most associate with blackjack. But it’s actually the last thing you should consider, after taking into account the other strategies we’ve already covered.

If you didn’t know already, hitting means to ask for another card from the dealer. Standing is when you are happy with your hand and don’t wish to take any more cards. You can hit or stand on any hand of 21 or less.

Soft hands are always more preferable to hard hands, as they give you more options for beating the dealer’s total. Using the table above, you can see whether hitting or standing is the best idea in your situation.

Blackjack-Varianten

Wir haben ja schon erwähnt, dass es viele unterschiedliche Variationen von Blackjack gibt. Das Grundprinzip bleibt dabei zwar immer dasselbe, aber es gibt einige feine Unterschiede zwischen den verschiedenen Versionen.

Deswegen solltest du immer die Regeln eines jeden Spiels überprüfen. Beim Online-Blackjack ist das kein Problem. Das Betway Casino hat zum Beispiel über 25 unterschiedliche Blackjack-Spiele und du kannst die Spielregeln direkt bei jedem Spiel einsehen.

Im Folgenden findest du einige Merkmale, die sich von Spiel zu Spiel unterscheiden können:

  • Decks

Die Anzahl der Kartendecks im Spiel ist entscheidend was die Blackjack-Strategie angeht. Von der Anzahl der Decks hängt nämlich die Gewinnwahrscheinlichkeit ab. Ob du nun online spielst oder in einem klassischen Casino – nirgendwo gibt es eine feste Regel die besagt, wie viele Kartendecks in einem Spiel genutzt werden sollen oder dürfen.  Deshalb kann die Anzahl der Decks von einem bis hin zu acht Decks variieren.

Wichtig ist, dass sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Anzahl der Decks wissen.

Die allgemeine  Blackjack-Strategie ist flexibel genug, um auch solch große Unterschiede mit einzuberechnen. Die zuvor erwähnte Tabelle kann für Spiele mit vier bis acht Decks zu Rate gezogen werden. Du kannst aber auch Tabellen finden, die eine geringere Anzahl von Decks erwägen.

  • Croupier hält („stands“) eine 17

Bei vielen Blackjack-Varianten muss der Croupier eine Soft 17 halten. Das ist aber keine allgemeingültige Regel. Einige Varianten verlangen, dass der Croupier bei einer Soft 17 eine weitere Karte zieht (hittet). Wiederum andere Versionen verlangen, dass der Croupier alle 17er halten muss, egal of „soft“ oder „hard“.

  • Europäischer Blackjack/European Blackjac

Es gibt einige feine Unterschiede im European Blackjack. Am wichtigsten ist allerdings, dass der Croupier seine verdeckte Karte nicht einsehen darf bis alle Spielerinnen und Spieler ihren Spielzug gemacht haben. Das bedeutet, dass man verdoppelt oder splittet (beide Möglichkeiten erhöhen den ursprünglichen Einsatz des Spielers/der Spielerin) ohne zu wissen, ob der Croupier ein Blackjack auf der Hand hat.

  • Spanischer Blackjack

Beim spanischen Blackjack (auch bekannt als spanische 21) gibt es keine Karten mit einer Punktzahl von 10.

Es gibt zudem noch zusätzliche Ausschüttungen. Zum Beispiel erhalt man eine 3:1 Auszahlung bei einer 21 mit sieben Karten. Daneben gibt es noch zusätzliche Regeln wie die zuvor erklärte Late Surrender.

 

Das ABC des Blackjacks

Bevor wir in die Tiefen der Blackjack-Strategie eintauchen, solltest du dir einen Überblick über die Begrifflichkeiten verschaffen. Falls du mit den Fachbegriffen schon vertraut bist, kannst du diese natürlich überspringen und dich gleich in die Strategien einlesen.

    • Ass/Asse 

Ein Ass im Sport sein, ein Ass im Ärmel haben,... Selbst wenn du noch nie bei einem Kartenspiel mitgemacht hast, hast du sicherlich schon vom berühmten Ass gehört. Beim Blackjack ist das Ass schlichtweg die beste Karte. Nur mit einem Ass kannst du ein Blackjack direkt zu Beginn des Spiels erreichen, denn diese Karte zählt entweder einen Punkt oder 11 Punkte.

Du kannst entscheiden, wieviel sie zählen soll.

    • Bankroll

Die Bankroll ist dein maximaler Einsatz bei einem Spiel. Mehr als die Bankroll willst und wirst du nicht einsetzen. Es ist ratsam, dir schon vor dem Beginn des Spiels ein Limit zu setzen. Nur so kannst du dein Spiel auch wirklich kontrollieren.

    • Bildkarten

Buben, Damen und Könige fallen unter die Kategorie der Bildkarten. Beim Blackjack zählen alle Bildkarten 10 Punkte und sind vor allem zu Beginn des Spiels sehr hilfreich.

    • Hand

Die Hand eines Spielers besteht aus den Karten, die die Spielerin/der Spieler im Laufe des Spiels vom Croupier erhält.  

    • Hard Hand

Beim Blackjack bedeutet eine Hard Hand (harte Hand), dass man entweder gar kein Ass auf der Hand hat oder ein Ass, das nur einen Punkt zählen kann, um die vorgegebene Maximalpunktzahl von 21 nicht zu sprengen.

Hat man zum Beispiel eine 10 und eine 5, ergibt das eine Hard 15/harte 15. Hat man eine 4, eine 7 und ein Ass, wäre das eine Hard 12/harte 12.

    • Soft Hand

Eine Soft Hand (weiche Hand) ist das Gegenteil einer Hard Hand. Du bist im Besitz einer Soft Hand, wenn dein Ass entweder den Wert 1 oder den Wert 11 haben kann. Eine 4 und ein Ass nennt man beispielsweise eine Soft Hand – die beiden Karten können entweder eine Soft 10 oder eine Soft 20 sein.

Dich haben die Blackjack-Strategien verwirrt?

Falls dir die ganzen Taktiken etwas zu viel für den Anfang sind, kannst du gern unsere Spielregeln für Blackjack nachschlagen. Dort kannst du mehr über dieses beliebte Spiel herausfinden, die Regeln nochmals verinnerlichen und die feinen Nuancen dieses Spiels kennenlernen.